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Unsere Kostüme sind authentische Nachbildungen von Trachten, wie sie vom 15. und 16. Jahrhundert in Adelskreisen unterschiedlicher europäischer Höfe getragen wurden. Grundsätzlich zu bemerken ist, dass die verschiedenen Völker und Länder ihre eigenen modischen Variationen hatten, dass aber das Land mit dem jeweiligen kulturellen Schwerpunkt im europäischen Modekonzert den Ton angab. Die entsprechenden Einflüsse überschritten meist ungehemmt die territorialen Grenzen. Im 15. Jahrhundert, der Zeit der Spätgotik, ist Burgund der Inbegriff von Eleganz und Verfeinerung. Zur gleichen Zeit entwickelt sich aber bereits in der Toskana und den italienischen Stadtstaaten eine Mode, welche die menschlichen Proportionen zum Maß aller Dinge macht und trotzdem die schlanke Form der burgundischen Mode berücksichtigt. An der Kleidung kann man in Italien die Herkunft des jeweiligen Trägers erkennen . Rom führt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Mode an, muss diese Führung jedoch in der 2. Jahrhunderthälfte an Spanien abtreten. Typisch für die Herrenmode jener Zeit war die Pluderhose und das kurze, auf Taille geschnittene Wams über einer äußerst fülligen Seidenbluse. Die ideale Figur der Dame wurde durch das Korsett erreicht, welches den Körper total einengte und den Busen flachdrückte. Die Krinoline und der dazu noch zu tragende Weiberspeck betonten den so unnatürlich veränderten Oberkörper noch mehr. Die deutsche Mode der gleichen Zeit fällt schon durch geschlitzte Kleidung auf. Oft wird das Männerwams durch einen bis zu den Knien reichenden Faltenschoß verändert. Die Landsknechtstracht, also die Kleidung des einfachen Soldaten, beeinflusst erstmals die Mode vieler Länder Europas.
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